Wann und für wen kommt eine Pelletheizung in Betracht -
Diese Frage stellt sich wohl jeder, der ein Haus saniert oder einen Neubau plant.
Eine Pelletheizung ist eine hervorragende Alternative zu konventionellen Heizungsanlagen, die mit Öl oder Gas betrieben werden. Da der Preis für fossile (also endliche) Brennstoffe wie Gas oder Öl durch die schwindenden Reserven in Zukunft immer weiter ansteigen wird, ist die Nutzung alternativer Heizungssysteme eine zukunftssichere Möglichkeit, wenn es um Modernisierungen von Altbauten und Neubau geht.
Gerade bei der Sanierung eines älternen Wohnhauses kann eine Pelletheizung optimal in den bestehenden Heiz- oder Lagerraum intigriert werden.
Bei modernen Niedrigenergiehäuser ist der Wärmebedarf sehr gering, zusätzlich werden Flächenheizsystem (Fußboden oder Wandflächenheizung) mit niedrigen Vorlauftemperaturen eingesetzt. Hier kommen Pelletzentralheizungen mit kleiner Leistung oder Pelletöfen als Zusatzheizung zum Einsatz.
Vollständiger Öko-Mix möglich
Die Pelletheizung ist ein umweltschonendes Heizsystem, das den Wärmebedarf von Gebäuden vollständig oder in Kombination mit anderen regenerativen Energiequellen decken kann, ohne dass ökologische Nachteile oder Komforteinbußen in Kauf genommen werden müssen. Pelletheizungen sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich: als Primäröfen, Kamin- und Kachelofeneinsätze und als Zentralheizungen. Über einen Puffer- oder Schichtenspeicher kann eine thermische Solaranlage in das Versorgungssystem eingebunden werden. Damit wird die Pelletheizung zum idealen Heizsystem für die moderne Wohnraumbeheizung.
Förderung über Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Das Bundesförderprogramm für erneuerbare Energien berücksichtigt auch Zentralheizungen, die mit Holzpellets befeuert werden. Wer sich für die neue Technologie der Holzpelletheizung entscheidet, erhält einen Zuschuss je Kilowatt Nenn-Wärmeleistung. Nähere Auskünfte zu dem Förderprogramm gibt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn (Telefon 0 61 96/9 08-0; Telefax 0 61 96/90 88 00; Internet: www.bafa.de).
Der Brennstoff Holzpellets sind zylindrische Presslinge, die unter Druck aus natürlichem Waldrestholz oder unbehandelten Holzspänen gepresst werden. Sie weisen nach ÖNORM 7135 einen Durchmesser von 6 mm auf. Die Länge beträgt 10–40 mm. Das natürliche, holzeigene Lignin sorgt für die notwendige Bindung im Pressling. Belastende Zusatzstoffe sind nicht erforderlich. Umweltgerechte Herstellung aus heimischen Hölzern, kurze Transportwege und Verpackung benötigen nur wenig Energie im Vergleich zu fossilen Energieträgern.
Holz (Biomasse) ist ein nachwachsender Rohstoff, der beim Wachstum genau soviel CO2 bindet, wie bei seiner Verbrennung wieder frei wird. Holzpellets sind ein CO2-neutraler Brennstoff. Durch eine verstärkte Nutzung von Biomasse kann ein Beitrag zur Minderung des Treibhauseffektes geleistet werden.
Aus energiepolitischer, ökologischer und ökonomischer Sichtweise spricht alles für den Brennstoff "Holzpellets".
Das meint » Stiftung Warentest dazu.

